Den aufmerksamen Betrachtern, Eltern und natürlich unseren Kita-Kindern ist es sicherlich nicht entgangen. Am Eingang unseres Altbaus hat sich in diesem Sommer etwas verändert. Seit August ziert ein neues Vordach den Eingangsbereich unserer Kita. Und auch wenn man es mittlerweile schon ein paar Wochen gewohnt ist, lohnt sich durchaus noch einmal ein genauer Blick darauf.
Denn hinter dem neuen Vordach steckt nicht nur der Wunsch nach einem trockenen Eingang, sondern auch eine Menge handwerkliches Können und Liebe zum Detail.
Der Anlass war zunächst ein ganz praktischer. Der Eingangsbereich des alten Kita-Gebäudes verfügte über keinen ausreichenden Dachüberstand. Dadurch konnte Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen und hatte im Laufe der Zeit sichtbare Schäden am Gebäude und auch an der Eingangstür hinterlassen. Es war also an der Zeit, etwas zu unternehmen.
Für die Gemeinde war dabei schnell klar: Es sollte nicht einfach irgendein Vordach werden. Schließlich handelt es sich bei dem Gebäude um einen schönen Altbau, dessen Charakter erhalten bleiben soll. Deshalb haben wir unseren örtlichen Zimmerermeister Sebastian Friehl mit der Umsetzung beauftragt. Und er hat aus unserer Sicht genau die richtige Lösung gefunden.
Der alte Bogen bleibt erhalten - nur eben aus Holz
Eine besondere Herausforderung war dabei der gemauerte Bogen über dem Eingang. Dieser sollte durch das neue Vordach keinesfalls verschwinden, sondern weiterhin sicht- und erlebbar bleiben.
Sebastian hat deshalb den vorhandenen Bogen kurzerhand zum Vorbild genommen und seine Form auf die Holzkonstruktion übertragen.
Was auf den ersten Blick vielleicht ganz selbstverständlich aussieht, war allerdings mit erheblichem handwerklichem Aufwand verbunden. Der geschwungene Bogen musste aus einzelnen Brettern aufgebaut, verleimt, in Form gebracht und gehobelt werden, damit die gewünschte Form überhaupt hergestellt werden konnte.
Ein kleines Detail mit großer Wirkung.
Denn genau dadurch fügt sich das neue Vordach ausgesprochen harmonisch in das alte Gebäude ein. Es wirkt nicht wie etwas, das nachträglich einfach „davorgebaut“ wurde, sondern fast so, als hätte es schon immer dorthin gehört.
Auch bei der Dacheindeckung wurde darauf geachtet, möglichst passend zum bestehenden Gebäude zu arbeiten. Die entsprechenden Dachpfannen konnten in einer passenden Ausführung beschafft werden und tragen ebenfalls dazu bei, dass sich das neue Bauteil ganz selbstverständlich in das Gesamtbild einfügt.
Und damit ist aus einer zunächst notwendigen Maßnahme zum Schutz des Gebäudes eine echte Aufwertung unseres Kita-Eingangs geworden.
Auch die Eingangstür selbst hat in diesem Zuge eine kleine „Frischekur“ bekommen. Die Bau- und Möbeltischlerei H. Warnk hat die Tür fachgerecht wieder instand gesetzt, geschliffen und neu lackiert. So erstrahlt nun nicht nur das neue Vordach, sondern auch die alte Eingangstür wieder in neuem Glanz.
Schön, wenn aus „notwendig“ auch „schön“ wird
Wir finden, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.
Das neue Vordach schützt nun zuverlässig vor Regen und Feuchtigkeit und trägt damit dazu bei, unser Kita-Gebäude langfristig zu erhalten. Gleichzeitig passt es sich wunderbar an die Architektur des Altbaus an und bewahrt mit dem aufgegriffenen Bogen ein wichtiges Detail des ursprünglichen Eingangs.
Unsere Kita und auch der Bürgermeister freuen sich jedenfalls sehr über das Ergebnis.
Ein besonderer Dank gilt dabei Sebastian Friehl, der mit viel handwerklichem Geschick und einem guten Gespür für die Besonderheiten des alten Gebäudes aus einer notwendigen Baumaßnahme eine wirklich schöne Lösung gemacht hat.
Ebenso bedanken wir uns bei der Bau- und Möbeltischlerei H. Warnk für die fachgerechte Aufarbeitung unserer Eingangstür.
Es sind manchmal gerade die kleinen Details, die den Unterschied machen. Und beim nächsten Regen können wir nun hoffentlich alle feststellen: Die Kita-Kinder bleiben trocken. Und das alte Mauerwerk auch...